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Verleihung Waldpädagogik-Zertifikat in Weilburg/Hessen

Ministerin Silke Lautenschläger überreicht in Weilburg Urkunden an die ersten 15 "Zertifizierten Waldpädagogen"

Weilburg-Odersbach (dn). Das "Erste Hessische Waldpädagogikforum" am Mittwoch im Bürgerhaus von Odersbach war neben dem Austausch zwischen Forstleuten, Lehrern, Erziehern und Ehrenamtlichen über Umweltbildung gleichzeitig der Abschluss des ersten Lehrgangs für "Zertifizierte Waldpädagogen";. Ministerin Silke Lautenschläger (CDU) vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landschaft und Verbraucherschutz überreichte 15 Frauen und Männern ihre Zertifikate.


Für eine ganzheitliche Umweltbildung sei der Wald das richtige Objekt, sagte Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst. Mit dem Zertifikat, das nach vier teils mehrtägigen Modulen, einem mindestens 40-stündigen Praktikum und einer Abschlussprüfung verliehen werde, habe man nun ein Konzept für ein strukturiertes Vorgehen in der Waldpädagogik.

Die bisher eher auf Zufällen basierenden Waldspaziergänge von Kindergärten oder Schulen nach dem Gießkannenprinzip könnten damit ein Ende haben. Und für weitere Lehrgänge, die Bildung eines Netzwerkes und Beratung würden Impulse von Weilburg ausgehen, das mit Waldjugendheim und nahem Tiergarten eine führende Rolle in Hessen einnehme.

Der Wald als Klassenzimmer

Der Wald, und nicht nur wie bisher der Bauernhof, solle Klassenzimmer sein, sagte Ministerin Lautenschläger. Für Umwelt- und Ökologiebildung sei dies ein wichtiger Tag, in einem solchen Forum könnten sich Förster und Lehrer, Eltern und Ehrenamtliche treffen und austauschen.

Vorstandsmitglied Friederike Heislitz vom Landesverband Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die am Projekt beteiligt ist, freute sich über den neuen Standard. Reiner Mathar vom Kultusministerium versprach die Mitarbeit seines Hauses bei der Waldpädagogik.

Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick kündigte eine intensive Zusammenarbeit auch der Gemeinden Weinbach und Löhnberg mit der Waldpädagogik rund um das Jugendwaldheim an.

Für den Rest des Tages gab es weitere Vorträge und Diskussionen, dabei auch Waldpädagogik im Rahmen der Lernmethodenentwicklung am Gymnasium Philippinum in Weilburg, vorgetragen von Carmen Rosenstiel.

Und die kleinsten Odersbacher von der Kindertagesstätte "Fizzli-Puzzli" sangen unter der Leitung von Dorothee Zimmermann das "Weilburg-Lied" und ein indianisches Stück, bei dem sie kleine Äste aus dem Wald als Schlagzeuge benutzten.

Die 15 zertifizierten Waldpädagogen sind: Michael Christ (Frankfurt), Karin Dinter (Friedrichsdorf), Elke Geis-Heil (Weilmünster-Laubuseschbach), Lothar Freund (Hessisch-Lichtenau), Lisa Hanke (Rotenburg), Rainer Hellwig (Ulrichstein), Jan Henke (Roßdorf), Torsten Hiller (Warstein), Markus Hörner (Lampertheim), Harald Janotte (Köln), Theresia Lietmann (Warendorf), Karin Michna-Karpf (Dietzhölztal), Heidi Peter (Waldsolms), Heinz-Jürgen Schmoll (Habichtswald) und Sabine Zöller (Weilmünster-Laubuseschbach).

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